
Reutter, Carballido, Windholz, Pol, Rauhut, 2026
Klassifizierung: Brachiosauridae
Fortbewegung: quadruped
Ernährung: herbivor
Bedeutung des Namen: Der Gattungsname leitet sich von „bicharraco“ ab, was im umgangssprachlichen Spanisch „großes Tier“ bedeutet und von Dionide Mesa verwendet wurde, um auf die Größe der Fossilien hinzuweisen, sowie von „saurus“ , dem griechischen Wort für Echse. Das Art-Epitheton „dionidei“ ehrt Dionide Mesa, der dieses Exemplar und weitere Dinosaurierknochen auf seiner Farm fand.
Das Exemplar des Bicharracosaurus (MPEF-PV 1730) wurde im März 2001 von dem Landwirt Dionide Mesa auf seiner Farm entdeckt, die Ausgrabung des Fossils begann im Jahr 2002. Der größte Teil des Exemplars wurde 2011 aus dem Feld geborgen, und 2018 wurden zusätzliche Halswirbel ausgegraben. Bicharracosaurus lebte vor ungefähr 155 Millionen Jahren in der oberen Jurazeit Argentiniens.
Die Forscher schätzen die Länge des Bicharracosaurus auf 20 Meter. Die Struktur der Knochen zeigt, dass die Überreste zu einem erwachsenen Individuum gehören, welches auf dem südlichen Kontinent Gondwana lebte. Bicharracosaurus vereint Merkmale zweier wichtiger Sauropodengruppen, Brachiosauriden und Diplodociden, und verdeutlicht damit eine unerwartete Überschneidung zwischen Linien, die bislang als getrennt betrachtet wurden.
Teile des Skeletts ähneln Giraffatitan, ndere Merkmale, insbesondere die Wirbelsäule, ähneln eher Diplodocus und seinen nordamerikanischen Verwandten. Trotz dieser Unterschiede ordneten die Beschreiber um Alexandra Reutter die Gesamtstruktur des Skeletts, insbesondere Merkmale der Wirbel, der Gruppe der Brachiosauridae zu. Da das Skelett unvollständig ist, lässt sich seine genaue Einordnung nur schwer bestimmen. Die Kombination der Merkmale deutet jedoch darauf hin, dass sich diese Dinosauriergruppen möglicherweise stärker überschnitten haben als bisher angenommen.
Der Holotyp mit der Bezeichnung MPEF-PV 1730 ist ein teilweise artikuliertes Achsenskelett, bestehend aus sieben mittleren bis hinteren Halswirbeln (MPEF-PV 1730/1–7), vier disartikulierten und fragmentarischen Halsrippen (MPEF-PV 1730/23–26), vollständige Wirbelsäule bestehend aus zehn Wirbeln (MPEF-PV 1730/7–12), zehn disartikulierten Rückenrippen (MPEF-PV 1730/29–38), histologische Dünnschnitte von zwei Rückenrippen (MPEF-PV 1730/29 und /35), das Kreuzbein bestehend aus fünf artikulierten Wirbelkörpern mit Teilen des Kreuzbeinjochs und verschmolzen mit dem Präacetabularfortsatz des rechten Darmbeins (MPEF-PV 1730/13), neun disartikulierten Schwanzwirbeln Wirbel (MPEF-PV 1730/14-22), ein fragmentarisches Chevron (MPEF-PV 1730/28) und mehrere nicht diagnostische Sakral- und Rippenelemente.
Höhe: 5 m
Länge: 20 m
Gewicht: 26 to
Holotyp: MPEF-PV 1730
Fundort: Cañadón Calcáreo Formation, Dionide 3, Cerro Cóndor, Provinz Chubut , Argentinien
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Weitere Informationen
Bicharracosaurus dionidei, gen. et sp. nov., a new macronarian (Dinosauria, Sauropoda) from the Late Jurassic Cañadón Calcáreo Formation of Argentina and the problematic early evolution of macronarians
/ Alexandra Reutter, José Luis Carballido, Guillermo José Windholz, Diego Pol, Oliver W.M. Rauhut, 2026 / PeerJ 14:e20945 /
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Bildlizenzen
Größenvergleich / © Dinodata.de:
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Mittlerer Halswirbel & Rippenknochen / © Reutter et al.:
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Bicharracosaurus / © Felipe Cutro-Lev:
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