
Motta, Aranciaga Rolando, Rozadilla, Agnolín, Brissón Egli, Álvarez Herrera, Chimento, Lo Coco, Tsuihiji, Manabe, Pol, Novas, 2026
Klassifizierung: Unenlagiidae
Fortbewegung: biped
Ernährung: karnivor
Bedeutung des Namen: Der Gattungsname „Kank“ entstand in Anlehnung an die „ältere Rhea“, die in der Aonikenk-Mythologie das Sternbild Choiols (das Kreuz des Südens) erschuf. Das Artepitheton „australis“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „aus dem Süden“, in Bezug auf den südlichen Breitengrad, an dem dieser Dinosaurier gefunden wurde.
Kank australis lebte während der späten Kreidezeit vor etwa 70 Millionen Jahren in Süßwasser-Feuchtgebieten im heutigen Argentinien. Dies ist ein sicheres Indiz dafür, dass sich einige Dinosaurier auf den Fischfang spezialisiert hatten. Kank lebte in einer Landschaft aus sich schlängelnden Flüssen und Bächen mit saisonalen Teichen, die von Wasserpflanzen wie Seerosen und Tieren wie Fischen, Insekten und verschiedenen Weichtieren bewohnt waren. Dieser Dinosaurier erreichte eine Länge von etwa 3 Metern.
Es gehörte zu den Unenlagiidae, einer Gruppe gefiederter, vogelähnlicher Theropoden, die mit dem bekannteren Velociraptor verwandt sind und aus Südamerika, der Antarktis, Australien und Madagaskar bekannt sind. Die fossilen Überreste von Kank australis, bestehend aus Zähnen, Wirbel- und Zehenknochen, wurden in den Gesteinsschichten der Chorrillo-Formation auf der Farm La Anita in der Nähe der Stadt El Calafate, Santa Cruz, Patagonien, Argentinien, gefunden.
Die ersten Überreste von Kank australis wurden bereits im Jahr 2018 entdeckt, waren aber zu fragmentarisch, um als neue Art identifiziert zu werden. Bei nachfolgenden Ausgrabungen wurde weiteres Material geborgen, wobei sich die Entdeckung eines Halswirbels im Jahr 2024 als entscheidend für die Identifizierung als neue Gattung erwies. Die Fossilien geben auch Aufschluss über die Lebensweise und das Verhalten von Kank australis. Die Halswirbel weisen spezielle Strukturen für den Muskelansatz und den Schutz der Halsblutgefäße auf, dies sind Merkmale, die bei modernen Vögeln mit komplexen Halsbewegungen, wie beispielsweise Reihern, besonders wichtig sind.
Dies lässt die Wissenscaftler vermuten, dass Kank australis ein aktiver Fischräuber war. Auch besaß er wie andere Unenlagiiden eine vergrößerte, SichelkKralle an der zweiten Zehe seines Fußes. Er unterscheidet sich auch dadurch, dass er Zähne mit scharfen und ausgeprägten Längsleisten und insbesondere pneumatische Halswirbel (mit inneren Luftkammern) aufweist. Im Vergleich zu anderen Unenlagiiden aus dem Ende der Kreidezeit, wie etwa Austroraptor cabazai, ist er zudem kleiner und schlanker.
In der Nähe der Überreste wurden Fischfossilien gefunden, was die Annahme bestärkt, dass Kank Fische erbeutete. Es ist jedoch möglich, dass Kank auch andere Tiere jagte, die im selben Ökosystem lebten, darunter Frösche, Eidechsen, Schildkröten und sogar Säugetiere.
Höhe: 1 m
Länge: 3 m
Gewicht: 25 kg
Holotyp: MPM-PV-23106-A
Fundort: Chorrillo Formation, La Anita Farm, Santa Cruz, Argentinien
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Weitere Informationen
New unenlagiid from the Chorrillo Formation (Late Cretaceous, Maastrichtian), SW Patagonia, Argentina / Matías J. Motta, Alexis M. Aranciaga Rolando, Sebastián Rozadilla, Federico L. Agnolín, Federico Brissón Egli, Gerardo P. Álvarez Herrera, Nicolás R. Chimento, Gastón Lo Coco, Takanobu Tsuihiji, Makoto Manabe, Diego Pol, Fernando E. Novas, 2026 / Journal of Vertebrate Paleontology, Article: e2656456
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