Tazoudasaurus naimi

Allain, Aquesbi, Dejax, Meyer, Monbaron, Montenat, Richir, Rochdy, Russell, Taquet, 2004
Klassifizierung: Sauropoda
Fortbewegung: quadruped
Ernährung: herbivor
Bedeutung des Namen: Der Gattungsname leitet sich von dem der Typuslokalität, Tazouda, sowie von *sauros* – griechisch für „Echse“ – ab. Der Artname stammt von *naimi* – arabisch für „schlank“ – und bezieht sich auf die geringe Größe des Holotyps.
Tazoudasaurus war ein naher Verwandter des Vulcanodon, war jedoch um einiges größer, aber immer noch klein im Vergleich zu vielen anderen Sauropoden der späten Jura. Er ist wie Antetonitrus ingenipes einer der ältesten Sauropoden. Er ist von fast zehn entdeckten Individuen bekannt, jedoch fehlen trotz der zahlreichen Funde Abschnitte der Wirbelsäule und die meisten Teile des Schädels. Trotzdem ist Tazoudasaurus immer noch einer der vollständigsten Sauropoden-Exemplare aus dem frühen Jura. Die V-förmigen Verschleißmuster an den Zähnen zeigen, dass seine Nahrung im Maul verarbeitet wurde, bevor er sie schluckte.
Tazoudasaurus war ein Vorfahr der großen pflanzenfressenden Dinosaurier aus dem Jura und vereinigt Merkmale der Sauropodomorpha und den fortschrittlicheren Sauropoden. Zu Lebzeiten des Tazoudasaurus bildeten Nordamerika und Afrika noch einen zusammenhängenden Kontinent und waren noch nicht durch den Atlantischen Ozean voneinander getrennt.
Tazoudasaurus zählt zu den am vollständigsten bekannten basalen Sauropoden. Es wurden mehrere Exemplare gefunden, die zehn verschiedene Individuen repräsentieren. Sowohl Jungtiere als auch ausgewachsene Tiere sind vertreten. Der Schädel ist durch einige disartikulierte Knochen sowie einen nahezu vollständigen Unterkiefer des Holotyp-Individuums belegt. Der Hals ist anhand von einigen Halswirbeln bekannt, außerdem wurden zahlreiche Rücken- und Schwanzwirbel gefunden, auch Oberarmknochen, Speiche und Elle sind bekannt. Der Vorderfuß ist anhand eines juvenilen Individuums nahezu vollständig überliefert. Auch Darmbein, Sitzbein, Schambein, Oberschenkelknochen, Schienbein, Wadenbein und Sprungbein sind erhalten. Der Hinterfuß ist weniger vollständig überliefert als der Vorderfuß; seine Anatomie lässt sich auf der Grundlage des vorliegenden Materials nicht lückenlos rekonstruieren.
Höhe: 2,2 m
Länge: 12 m
Gewicht: 2 to
Holotyp: To 2000-1
Fundort: Toundoute, Tazouda, Ouarzazate, Marokko
© Dinodata.de
© Wilson et al.
Weitere Informationen
A basal sauropod dinosaur from the Early Jurassic of Morocco
/ Ronan Allain, Najat Aquesbi, Jean Dejax, Christian Meyer, Michel Monbaron, Christian Montenat, Philippe Richir, Mohammed Rochdy, Dale Russell, Philippe Taquet, 2004 / Comptes Rendus Palevol, Volume 3, Issue 3, May 2004, Pages 199-208
A Nomenclature for Vertebral Fossae in Sauropods and Other Saurischian Dinosaurs
/ Jeffrey A. Wilson, Michael D. D'Emic, Takehito Ikejiri, Emile M. Moacdieh, John A. Whitlock, 2011 /
PLoS ONE 6(2): e17114 /
PDF
A reconstruction of Tazoudasaurus naimi (Dinosauria, Sauropoda) from the late Early Jurassic of Morocco / Karin Peyer, Ronan Allain, 2010 / Historical Biology, 22: 1, 134 - 141
Anatomy and phylogenetic relationships of Tazoudasaurus naimi (Dinosauria, Sauropoda) from the late Early Jurassic of Morocco
/ Ronan Allain, Najat Aquesbi, 2008 / Geodiversitas 30 (2): 345 - 424
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Bildlizenzen
Größenvergleich / © Dinodata.de:
Creative Commons 4.0 International (CC BY 4.0)
Wirbelknochen des Tazoudasaurus / © Wilson et al.:
Creative Commons 4.0 International (CC BY 4.0)



