Jabalisaurus meztli

Barrientos-Lara, Alvarado-Ortega, 2021
Klassifizierung: Ophthalmosaurinae
Ernährung: piscivor
Bedeutung des Namen: Echse der Sierra El Jabalí
Weitere Arten: J. tethyensis (Maxwell, Neumann, Serafini, 2026)
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Die Ophthalmosauridae sind eine abgeleitete und erfolgreiche Familie von Ichthyosauriern aus dem Jura und der Kreidezeit, die von zahlreichen Fundorten weltweit bekannt ist. Diese Gruppe wird in zwei Unterfamilien unterteilt – die Ophthalmosaurinae und die Platypterygiinae.
Die erste Entdeckung eines fossilen Ophthalmosauriden in Mexiko geht auf das Ende des 19. Jahrhunderts zurück und betrifft ein einzelnes, großes und nahezu vollständiges Exemplar, das an einem nicht genau verifizierbaren Fundort nahe Petlalcingo (Bundesstaat Puebla, Zentralmexiko) geborgen wurde. Leider ist der Verbleib dieses Exemplars derzeit unbekannt (Morelos-Rodríguez, 2012). Fast ein Jahrhundert später wurden zwei weitere Exemplare mexikanischer Ophthalmosauriden geborgen, diesmal aus marinen Ablagerungen des Kimmeridgiums bei Cuencamé (Durango, Nordmexiko); eines davon wurde als der Platypterygiine Acuetzpalin carranzai (Barrientos-Lara & Alvarado Ortega, 2020) beschrieben.
Zuletzt wurden zahlreiche Überreste von Ophthalmosauriden an der Fundstelle Llano Yosobé geborgen, einem Aufschluss mariner Sedimente des Kimmeridgiums nahe Tlaxiaco (Oaxaca, Südmexiko) (Alvarado-Ortega et al., 2014). Zudem wurden kürzlich zwei Ophthalmosauriden-Exemplare – CPC 307 und CPC 238 – aus Coahuila (Nordmexiko) identifiziert. Das Exemplar CPC 307, ein Teilskelett von der Fundstelle El Sombrero Ranch (Sierra de Parras, Saltillo) aus dem Tithonium, wurde zunächst als nicht näher bestimmbarer Ophthalmosauride eingestuft (Buchy & López Oliva, 2009) und schließlich als Parrassaurus yacahuitztli (Barrientos-Lara & Alvarado Ortega, 2021) benannt.
Das Exemplar CPC 238 wurde von J. López Espinoza und einem Team privater Sammler während zweier Feldkampagnen in den Jahren 1999 und 2004 in einem Profil der La Casita Formation bei Gómez Farías (Sierra El Jabalí, Coahuila) geborgen. Der erste Teil dieses Fossils, der den Schädel, mehrere Wirbel und einige Elemente der Extremitäten umfasst, wurde präpariert und im Museo del Desierto (MUDE) in Saltillo ausgestellt; der zweite Teil hingegen, der das Rostrum enthält, wurde von J. López Espinoza am Staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe (Deutschland) präpariert. Buchy (2010) identifizierte CPC 238 als Ophthalmosaurus cf. icenicus Seeley (1874); die morphologische Vielfalt innerhalb der Gattung Ophthalmosaurus wurde jedoch von verschiedenen Autoren (z. B. Fischer et al., 2016) neu bewertet, was zur Veröffentlichung einer revidierten Diagnose dieser Gattung führte (Moon und Kirton, 2016).
Im Jahr 2021 wurde eine morphologische Neubewertung von CPC 238 durch Jair Israel Barrientos-Lara und Jesús Alvarado-Ortega vorgenommen und als Jabalisaurus meztli benannt und beschrieben. Das Fossil ist ein Teilskelett mit Schädel. Zum Fund gehören außerdem der Unterkiefer, die sechs vorderen Halswirbel, Rippen, der Schultergürtel und die rechte Vordergliedmaße. Es handelt sich um ein adultes Individuum.
Im Jahr 2026 wurde eine zweite Art, Jabalisaurus tethyensis, von Erin E. Maxwell, Jule Neumann und Giovanni Serafini anhand von drei Exemplaren aus der bayrischen Altmühltal Formation in Deutschland beschrieben. Bei einem dieser Exemplare, JME-SOS-08369, handelt es sich um ein vollständiges, im anatomischen Verband erhaltenes Skelett, das von versteinerten Weichteilen umschlossen ist.
Länge: 1,8 m
Holotyp: CPC 238
Fundort: La Casita Formation, Gómez Farías, Sierra El Jabalí, Coahuila, Mexico
© Dinodata.de
© Maxwell et al.
© Giovanni Serafini
Weitere Informationen
A new ophthalmosaurid (Ichthyosauria) from the Upper Kimmeridgian deposits of the La Casita Formation, near Gómez Farías, Coahuila, northern Mexico / Jair Israel Barrientos-Lara, Jesús Alvarado-Ortega, 2021 / Journal of South American Earth Sciences, Volume 111, November 2021, 103499
Late Jurassic ichthyosaurs from southern Germany / Erin E. Maxwell, Jule Neumann, Giovanni Serafini, 2026 / Palaeontologia Electronica 29(2): a30 /
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The soft tissue and skeletal anatomy of two Late Jurassic ichthyosaur specimens from the Solnhofen archipelago / Lene L. Delsett, Henrik Friis, Martina Kölbl-Ebert, Jørn H. Hurum, 2022 / PeerJ 10:e13173 /
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Bildlizenzen
Größenvergleich / © Dinodata.de:
Creative Commons 4.0 International (CC BY 4.0)
Jabalisaurus tethyensis Holotyp (SNSB-BSPG 1954 I 608) / © Maxwell et al.:
Creative Commons 4.0 International (CC BY 4.0)



