
Hone, 2026
Klassifizierung: Monofenestra
Ernährung: karnivor
Bedeutung des Namen: *Laueropterus* – was „Lauers Flügel“ bedeutet (*pterus* = Flügel im Altgriechischen) – wurde zu Ehren von René und Bruce Lauer von der Lauer Foundation for Paleontology, Science and Education benannt, in Würdigung ihrer Arbeit, Fossilien – und insbesondere Exemplare aus der Region Solnhofen – der öffentlichen Forschung zugänglich zu machen. Das Artepitheton *vitriolus* – abgeleitet vom altgriechischen Wort für „Säure“ – verweist auf die ungewöhnlichen Vertiefungen und Löcher in den Skelettelementen, die den Anschein erwecken, als seien sie durch Auflösung entstanden.
Die wenigen kleinen Schwanzwirbel des Laueropterus deuten darauf hin, dass es sich um eine kurzschwänzige Flugechse handelt. In seinen Proportionen ähnelt Laueropterus am ehesten Skiphosoura, obwohl es neben verschiedenen anderen Unterschieden, wie einem längeren und dünneren Schädel, Schwanzwirbeln, Schulterblatt, Oberarmknochen und Mittelhandknochen des Flügels, auch einzigartige Merkmale aufweist. Obwohl Laueropterus nur etwa halb so groß wie Skiphosoura ist, erreichte das geborgene Fossil zu Lebzeiten fast das Erwachsenenstadium, sodass diese Unterschiede nicht ohne weiteres auf den Wachstumsprozess zurückgeführt werden können.
Das Fossil des Laueropterus ist auch hinsichtlich seines Erhaltungszustandes bemerkenswert. Wie andere Exemplare aus Moernsheim ist es fast vollständig. Einzigartig ist auch die leuchtend orange Färbung der Knochen, die dem Tier bei seiner ersten Präparation den Spitznamen „Rotflügel“ einbrachte. Viele Knochen weisen zudem Löcher auf, die aufgrund der säureartigen Ätzung zur Artbezeichnung „Vitriolus“ führten. Möglich erscheint diese Tatsache dadurch, dass Wasser in das Gestein eindrang und einen Teil der Knochen auflöste. Dies würde erklären, warum diese Löcher in den größten und somit auch auffälligsten Knochenteilen auftreten, die als erstes vom Wasser erreicht wurden.
Laueropterus liefert zudem weitere Informationen zum Moernsheimer Gebiet im Allgemeinen, da es sich nun um den vierten eindeutig identifizierten Monofenestratan handelt. Obwohl es an der Fundstelle zahlreiche Fische und Ammoniten gab und nichts darauf hindeutet, dass diese im Süßwasser lebten, ist bemerkenswert, dass die bisher gefundenen Flugsaurier überproportional häufig terrestrische Arten sind.
Spannweite: 90 cm
Gewicht: 500 g
Holotyp: LF 6268
Fundort: Mörnsheim Formation, Schaudiberg Steinbruch, Mülheim, Bayern, Deutschland
© Dinodata.de
© David W. E. Hone
© David W. E. Hone
Weitere Informationen
A new early monofenestratan pterosaur from the Mörnsheim Formation of southern Germany
/ David W. E. Hone, 2026 / PeerJ 14:e21204 / /
PDF
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Bildlizenzen
Größenvergleich / © Dinodata.de:
Creative Commons 4.0 International (CC BY 4.0)
Holoty & Skelettrekonstreuktion des Laueropterus / © David W. E. Hone:
Creative Commons 4.0 International (CC BY 4.0)



