
Dieudonné, Becerra, Zanesco, Tortosa, Cruzado-Caballero, Stein, Fernández-Baldor, 2026
Klassifizierung: Rhabdodontomorpha
Fortbewegung: biped
Ernährung: herbivor
Bedeutung des Namen: Der Gattungsname Foskeia stammt aus dem Altgriechischen. Das Präfix fos bedeutet „leicht“ und verweist auf das geringe Gewicht und die kleine Körpergröße ausgewachsener Exemplare. Die Buchstabenkombination „skei“ leitet sich von boskein ab, was so viel wie Nahrungssuche bedeutet. Der Artname pelendonum bezieht sich auf die Pelendonen, einen keltiberischen Stamm aus den Fuentes del Duero (nördlich der Provinz Soria, südöstlich von Burgos und möglicherweise südöstlich von La Rioja).
Foskeia war ein kleiner Pflanzenfresser und etwa so groß wie ein rezentes Huhn. Die Forscher entdeckten Fossilien von mindestens fünf Individuen, von denen mindestens eines ein adultes Tier war. Trotz seiner geringen Größe weist Foskeia ein spezialisiertes Gebiss und Hinweise auf wechselnde Körperhaltung während des Wachstums auf, wobei er in dichten Wäldern vermutlich auf kurze Sprints angewiesen war.
Die Fossilien wurden im Jahr 1998 in der Nähe von Vegatete in einer drei Quadratmeter großen, fossilienhaltigen roten Tonschicht ausgegraben. Man fand zahlreiche Knochen eines kleinen Cerapoden, der inoffiziell „Vegatete-Ornithopode“ genannt wurde. Das Taxon wurde 2016 gemeldet und teilweise beschrieben, erhielt aber noch keinen offiziellen Namen. Erst im Jahr 2026 wurde die Typusart Foskeia pelendonum von Paul-Emile Dieudonné, Marcos Gabriel Becerra, Tábata Zanesco, Thierry Tortosa, Penélope Cruzado-Caballero, Koen Stein und Fidel Torcida Fernández-Baldor benannt und beschrieben.
Dieser kleine Dinosaurier ist hauptsächlich durch disartikulierte und fragmentarische postkraniale Überreste bekannt und wurde als frühester Rhabdodontomorph etabliert. Aufgrund der Beschaffenheit des Materials und der geringen Körpergröße war jedoch eine formale Diagnose des Taxons nicht möglich. Die Schädelelemente des Foskeia wurden mittels Mikro-Computertomographie gescannt, segmentiert und dreidimensional rekonstruiert. Foskeia besaß einen hohen Stoffwechsel, wie die Knochenstruktur belegt. Dies zwang das Tier vermutlich dazu, viel Nahrung zu sich zu nehmen. Die blattförmigen Zähne in ihrem vorderen Unterkiefer ermöglichten es Foskeia, gezielt hochwertiges Pflanzenmaterial schnell aufzunehmen.
Höhe: 25 cm
Länge: 70 cm
Gewicht: 2 kg
Holotyp: MDS-VG-193
Fundort: Castrillo de la Reina Formation, Vegatete, Provinz Burgos, Spanien
© Dinodata.de
© Dieudonné et al.
© Martina Charnell
Weitere Informationen
An Unexpected Early Rhabdodontid from Europe (Lower Cretaceous of Salas de los Infantes, Burgos Province, Spain) and a Re-Examination of Basal Iguanodontian Relationships
/
Paul-Emile Dieudonné, Thierry Tortosa, Fidel Torcida Fernández-Baldor, José Ignacio Canudo, Ignacio Díaz-Martínez, 2016 / PLoS ONE 11(6): e0156251
PDF
Foskeia pelendonum, a new rhabdodontomorph from the Lower Cretaceous of Salas de los Infantes (Burgos Province, Spain), and a new phylogeny of ornithischian dinosaurs
/ Paul-Emile Dieudonné, Marcos Gabriel Becerra, Tábata Zanesco, Thierry Tortosa, Penélope Cruzado-Caballero, Koen Stein, Fidel Torcida Fernández-Baldor, 2026 / Papers in Palaeontology 12(1): e70057
- - - - -
Bildlizenzen
Größenvergleich / © Dinodata.de:
Creative Commons 4.0 International (CC BY 4.0)
Wirbelknochen des Foskeia / © Dieudonné et al.:
Creative Commons 4.0 International (CC BY 4.0)
Foskeia /
© Martina Charnell
Pressematerial der
Vrije Universiteit Brussel



